Monday, October 09, 2006

Frühling in Australien
Zur Abwechslung heute endlich mal ein post auf deutsch.

Man denkt ja so gemeinhin, das man in den Subtropen gar keine so richtigen Jahreszeiten hat. Wahr ist schon, dass es hier immer recht sommerlich warm ist und während meines ersten Jahres hier habe ich das auch nicht so wahrgenommen. Jetzt aber, quasi im zweiten Durchgang, endecke (und genieße) ich den australischen Frühling. Seit ein paar Wochen werden die Nächte wieder wärmer, (Vielleicht nimmt man das auch nur nach einer gewissen Zeit wahr, wenn man von den Temperaturen entsprechend verwöhnt ist) und die Tage sind länger und sonniger.

Um das für alle im nun kälter werdenden Deutschland zu veranschaulichen, habe ich heute morgen mal meine Kamera mit auf den "Schulweg" genonommen und einfach ein paar Fotos gemacht.

Anfangen möchte ich in unserer Küche mit dem Blick auf die wunderbaren Jakaranda Bäume.

Zu den Jakarandas gibt es in Analogie zu unseren Bauernregeln eine alte Studentenregel die besagt, das wenn die Jakarandas blühen und man noch nicht gelernt hat (in drei Wochen endet das Semester hier) wird man die Prüfungen nicht bestehen.

Das ist "unser" Baum noch mal aus der Nähe.

Nach dem Verlassen der Küche lege ich den meisten Teil des restlichen Weges (der insgesamt etwa 10 Minuten dauert) auf dem Campus zurück. Dort gibt es dann viele blühende (und leider namenlose) Bäume.

Dann treffe ich auch noch jeden Morgen diverse Tiere, die auf dem Campus leben und zu dieser Jahreszeit ihre Jungen bei sich haben.

Das interessanteste Examplar tauften wir "Psychobird" (die nennen den Vogel hier "Plover"). Diese Vögel brüten offenbar immer möglichst in der Mitte einer großen Grasfläche. Da dort dann viel "Feinde" in diesem Falle hauptsächlich "Studenten" vorbeikommen, verteidigt ein Elternteil das Nest sehr vehement. Wenn man also in etwa 10 Metern am Nest vorbeikommt, kann es passieren, dass einem das Viech im Sturzflug attakiert. Auf dem Unigelände werden daher kleine Zäunchen um die Nester gebaut, um Probleme zu vermeiden (zu großen Schwierigkeiten kommt es offenbar auf Fussballfeldern).

Wenn die Jungen dann geschlüpft sind, sind sie allerding nett anzusehen, wenn sie als kleiner Federbällchen auf der Wiese rumrennen.

Freundlicher sind allerdings doch die Enten:

Hier sind noch ein paar Fotos vom Campus der University of Queensland:


Das wars für heute, bis hoffentlich bals wieder.....

(Die Fotos sind echt alle von heute morgen.....)


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